Titel

Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ Lernen)

2015/16


Juli 2016

Malen wie Henri Matisse

Henri Matisse war ein so leidenschaftlicher Maler, dass er selbst, als er im Krankenhaus war, vom Bett aus mit einem sehr langen Pinsel die Wände anmalte. Wie schwierig das ist, erprobten die Schüler nun selbst.


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Juni 2016

Ausflug ins Schulmuseum

15. Juni 2016

Ausflug ins Schulmuseum

Ausflug ins Schulmuseum

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Erstklässlerin Gloria auf dem Holzesel. Was damals früher in der Schule eine Strafe war, dient heute der Belustigung. (Foto: Förderschule Bad Buchau)

Im Schulmuseum tauchten die Kinder dann in die Schulzeit ihrer Urgroßeltern ein. Das Schreiben von Buchstaben in Sütterlinschrift mit Griffeln auf Schiefertafeln forderte die ganze Aufmerksamkeit der Kinder. „Puh, ganz schön anstrengend“, sagte ein Kind und meinte damit das Sitzen auf den unbequemen, engen Holzbänken.

Besonders amüsant war, als die Kinder versuchten, herauszufinden, welches Buben- und welches Mädchenschulranzen waren. Überrascht lassen sie sich erklären, weshalb mit Fellstücken oder Blumen verzierte Tornister tatsächlich Jungen gehörten und schlichte Exemplare ohne Verzierungen Mädchen. Für die richtige Zuordnung kommt es nicht etwa auf die Ästhetik an. Da Jungs, so behauptete zumindest eine Museumsmitarbeiterin, eine größere Klappe hatten und frecher waren, war deren Lederklappe am Schulranzen lang und die der Mädchen kurz. Folglich hatten die Jungs auch mehr unter den drakonisch anmutenden Strafen zu leiden.

Tatzen und Hosenspanner

Häufig mussten die Kinder sogar selbst die Äste sammeln, die zu einer Rute für die Züchtigung gebunden wurden. Teilweise verrieten die Gesichter der Kinder ungläubiges Staunen angesichts der erlaubten Strafmaßnahmen wie Tatzen, Hosenspanner und stundenlanges Knien auf Holzscheiten. Pfiffige Jungs ließen damals nichts unversucht, um die Schläge zu mildern. Hosenböden wurden mit Leder oder sonstigen Unterlagen gepolstert, was meist nicht unbemerkt blieb.

Als die Schüler abwechselnd auf einem Holzesel, der als Symbol für Frechheit und Dummheit galt, sitzen durften und dabei Eselsohren tragen mussten, lachten die Mitschüler herzlich. Gerade diese Strafe aber war damals ganz besonders schlimm, da der Betroffene mit Einverständnis des Lehrers ausgelacht werden durfte. Das kami einem vom Lehrer legimitierten Mobbing gleich. Obendrein gab es nach solchen Strafen von den Eltern zu Hause noch „Nachschlag“ im wahrsten Sinne des Wortes – mit einer ordentlichen Tracht Prügel.

„Hände auf den Tisch, stumm sein wie ein Fisch“, verlangte die Museumsmitarbeiterin, die im Verlauf der Führung die autoritäre Lehrerin mimte. Fast überrumpelt parierten die Kinder sofort und bemühten sich, die zuvor erklärten Regeln beim Beantworten von Fragen einzuhalten. „Was ergibt drei und vier?“ Silvana meldete sich, wartete geduldig, bis sie aufgerufen wurde, stand auf und sagte: „Drei und vier ergibt sieben, Fräulein Lehrerin.“

Humaneres Menschenbild

Ein wenig wehmütig waren die Lehrer, als sie sahen, wie schnell sich die Kinder auf das Spiel einließen und mit welchem Respekt sie „Fräulein Meier“ begegneten. Am Ende der Führung waren Lehrer und Schüler dennoch heilfroh, dass der heutigen Pädagogik trotz aller Kapriolen im Laufe der Zeit ein deutlich humaneres Menschenbild zugrunde liegt.

Vielleicht aber werden die Lehrer jetzt hin und wieder zumindest in Sachen Respekt und Disziplin gut dosiert „Schule früher“ spielen, damit ihre Schüler den spannenden Besuch im Schulmuseum nicht so schnell vergessen. Auch bei den monatlichen Besuchen im Altersheim Bad Buchau soll dieses Thema demnächst durch Erzählungen der Senioren noch einmal für die Kinder lebendig werden.


Oktober 2015

02.11.2015

Förderschüler singen mit Senioren

Schüler bringen Schwung ins Altersheim – Regelmäßige Besuche angedacht 


Foto: Schule

Bad Buchau sz Die Kinder der Klassen eins bis sechs der Bad Buchauer Förderschule haben mit Temperament und Unbekümmertheit einen frischen Herbstwind ins Bad Buchauer Altersheim gebracht. Bei ihrem Besuch trugen sie Lieder und Gedichte vor.

Die Kinder der Klassen 1-6 der Bad Buchauer Förderschule brachten am Dienstag mit Temperament und Unbekümmertheit einen frischen Herbstwind ins Altersheim.

Nach dem ersten Lied (Honga momba) stimmten die Kinder, begleitet vom Keyboard,  zur Freude der Seniorinnen und Senioren alte und bekannte Herbstlieder wie „Hejo, spann den Wagen an“ und „Bunt sind schon die Wälder“ an, die zum Mitsingen anregten. 

Die Schüler haben die Lieder und Gedichte wochenlang mit ihrer Musiklehrerin Susanne Kneißle unterstützt durch Schulleiter Volker Braekau eingeübt und waren sehr motiviert bei der Sache, denn sie spürten schnell, wie sie mit ihrem Gesang und selbstbewusst vorgetragenen Herbstgedichten Freude in die Gesichter der betagten Zuhörer zaubern konnten. Das gemeinsame Singen bot eine gute Möglichkeit, bei den Kindern Verständnis und einen respektvollen Umgang mit älteren Menschen anzubahnen.

Um die Kinder für Einschränkungen bei älteren Menschen oder auch Menschen mit körperlichen Behinderungen zu sensibilisieren, wurden im Unterricht zuvor spielerische Empathieübungen gemacht. Mit Watte im Ohr konnten die Schüler selbst erleben, wie man sich fühlt, wenn Stimmen und Geräusche nur noch abgedämpft hörbar sind. Mit verbundenen Augen durften sie sich gegenseitig durch den Raum führen lassen und konnten spüren, wie wichtig verschiedene Sinne sind und was man empfindet, wenn man auf die Hilfe anderer angewiesen ist, bzw. anderen hilft. Gefragt waren sowohl Vertrauen als auch Verantwortung.

Die Besuche im Altersheim sollen zur gegenseitigen Bereicherung regelmäßig fortgesetzt werden und beim nächsten Auftritt können vielleicht schon gemeinsam Weihnachtslieder gesungen oder auch Gemeinschaftsspiele gespielt werden. 


Ordentlich Schwung und viel Freude brachten die Schüler wie jeden letzten Freitag eines Monats ins Haus mit Herz (Tagespflege am Postpark Bad Buchau). Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Eggart durften die Senioren gemeinsam mit den Kindern ordentlich Wind machen und wurden Igelbälle zum gegenseitigen Wohlbefinden eingesetzt. Auch das Bedürfnis der Senioren zu singen kam nicht zu kurz. So wurde am Ende des Besuchs noch "Auf de schwäbsche Eisebahne" angestimmt und sorgte bei allen für gute Laune.

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Spiel und Spaß im Haus mit Herz (Tagespflege für Demenzkranke)


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Malen mit der Schere, wie Matisse - Schülerarbeiten


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Musik zum Anfassen

Von 1975 bis 2007 war Rüdiger Klan Schulleiter an der Förderschule Bad Buchau. Immer noch gern bereichert er den Schulalltag der Kinder mit seinem Wissen und seiner Erfahrung.

Zwei ganz besondere Musikstunden erlebten die Kinder der Klassen 1-6, als Herr Klan einen Teil seiner zahlreichen und teilweise ganz exotischen Musikinstrumente (Kalebassenflöte, Ukulele, Mandoline, Oktavgitarre, E-Bass-Gitarre, Geige, indische Geige, Banjo, Saxophon, Mundharmonika) mitbrachte und diese den Schülern vorführte.

Wie funktionieren die Musikinstrumente? Wie hören sie sich an? In welchen Ländern werden die Instrumente traditionell gespielt?

All das konnten die Kinder erfahren, aber auch, dass manche Instrumente einer ganz besonderen Pflege und vorsichtigen Behandlung bedürfen. 

Als Rüdiger Klan die ersten Takte auf der Geige spielt, klatschen die Schüler begeistert mit.

Am meisten aber waren die Kinder beeindruckt von einer selbst gebauten Gitarre. Diese weckte bei den Kindern natürlich den Wunsch eine solche im Unterricht zu bauen und Herr Klan musste versprechen, dieses Projekt im kommenden Schuljahr in Angriff zu nehmen.

Die Schüler freuen sich schon darauf in den nächsten Musikstunden weitere interessante Instrumente kennen zu lernen.

  • Geige
    Geige
  • Gitarre Eigenbau
    Gitarre Eigenbau
  • Kalebassenflöte
    Kalebassenflöte
  • Instrumente
    Instrumente
  • Kastagnetten
    Kastagnetten
  • Mandoline
    Mandoline
  • Melodika
    Melodika
  • Saxophon
    Saxophon



Rüdiger Klan begleitet Celine bei einem Auftritt im Altersheim

  • Celine
  • Altersheim